Tagesgeld vom Staat

By | 23. Februar 2016

Auch beim Staat bekommt man, neben den Schatzbriefen, Tagesgeldkonten. Dort heißt sie Tagesanleihe. Es ist ein direktes Konkurrenzprodukt zum Tagesgeld der Banken. Die Finanzagentur des Bundes vergibt diese Tagesanleihe. Der Mindesteinlagebetrag beläuft sich auf 50 Euro. Die Verwaltung und der Abruf des Geldes ist Gebührenfrei. Jedoch muss der Sparwillige das Geld über die Bundeswertpapierverwaltung abwickeln, zu diesem Zweck muss dort ein Schuldbuchkonto angelegt werden. Es ist das Äquivalent zum Tagesgeldkonto. Eine Tagesanleihe wird etwas komplizierter verzinst als ein normales Tagesgeldkonto. Als Berechnungsgrundlage dient der EONIA (Euro Overnight Indes Average), dies ist ein Durchschnittszinssatz, wonach die Banken sich über Nacht Geld leihen. Von diesem EONIA Satz werden 7,5% abgezogen, das ergibt dann den Zinssatz für eine Tagesanleihe. Die Verzinsung erfolgt täglich, so kann man sehr gut von dem Zinseszinseffekt profitieren. Somit lag in den letzten Monaten die Durchschnittsrendite einer Tagesanleihe bei einem attraktiven Zinssatz.

Alles in allem eignet sich eine Tagesanleihe gut für eine kurzfristige Geldanlage. Alle Zinsen die auf einer Tagesanleihe auflaufen, werden am Jahresende automatisch in neue Anleihen umgewandelt. Abzüglich der Abgeltungssteuer. Leider kann man die Tagesanleihen nicht über seine Hausbank ordern, hierzu muss das erwähnte Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur eröffnet werden. Dies geht einfach per Internet. Wie erwähnt beträgt hierzu die Mindesteinlage 50 Euro. Alles in allem ist die Tagesgeldanleihe ein echtes Konkurrenzprodukt zum Tagesgeld der Banken und mindestens genau so sicher. Garantiert der Staat doch für die Sicherung des Geldes. Auch der Zinssatz der Tagesanleihe kann sich durchaus mit dem der Tagesgeldangebote der Banken messen. Weiter hat der Kunde den Vorteil, dass die Zinsen transparent sind und vom ersten bis zum letzten Euro gelten.

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