Auswahlkriterien für Tagesgeld

By | 23. Februar 2016

Ein Tagesgeldkonto bietet heute jede große Bank an und eigentlich ist es aufgrund seiner Liquidität auch eine Anlageform für jedermann. Aufgrund der zahlreichen Anbieter benötigt man jedoch mehr als den einfachen Zinssatz als Auswahlkriterien für ein Tagesgeldkonto. Deshalb bieten wir einen Tagesgeld-Vergleich und zeigen Ihnen im folgenden die wichtigsten geeigneten Auswahlkriterien, um Ihnen zu ermöglichen in Zukunft das für Sie perfekte Tagesgeldkonto zu finden.

Zinsen als wichtigsten Auswahlkriterium für Tagesgeldkonten
Zinsen werden meist in Form des effektiven Jahreszinssatzes angegeben, das heißt, dass beispielsweise Zineszins-Effekte bereits herausgerechnet sind und somit die verschiedensten Formen der Zinsgutschrift vergleichbar werden.
Wichtig ist es jedoch zwischen Neukundenangeboten mit Top-Zinssätzen und eher mäßigen Zinssätzen für Bestandskunden zu unterscheiden. Hierbei sollte also von vorneherein entschieden werden, ob es sich um ein kurzfristiges oder langfristiges Investment handelt und somit eher auf attraktiven Neukundenangebote oder stetig hohe Verzinsung achten. Ein einfacher Vergleich der Zinssätze aus der Fernsehwerbung ist jedoch nicht ausreichend.

Rendite maximieren durch kurze Zinsintervalle
Für ein Tagesgeldkonto ist ebenfalls das Zinsintervall (Abschnitte, in denen Zinsen gut geschrieben werden) ein entscheidendes Auswahlkriterium. Schließlich hängen von Zinsintervallen die sogenannten Zinseszinsen ab. Das resultiert daraus, dass beispielsweise bei monatlicher Zinsgutschrift bereits im zweiten Monat die Zinsen des ersten Monats wieder verzinst werden. Es gilt also je kürzer das Zinsintervall desto besser (monatlich scheinen hierbei meist am vielversprechendsten).

Zu berücksichtigen sind auch Einlagensicherung und Gebühren für Kontoführung
Einlagensicherung ist in Deutschland meist unkompliziert, da die meisten Banken durch ihre Mitgliedschaft bei Einlagensicherungsfonds fast unbegrenzt Sicherung garantieren können. Dies muss bei einem Tagesgeldkonto einer ausländischen Bank jedoch nicht unbedingt der Fall sein, deswegen sollte bei einer solchen Bank hierauf auch noch mal gesondert darauf geachtet werden.
Gebühren für die Kontoführung von einem Tagesgeldkonto fallen online in der Regel nicht an. Dies gilt jedoch normalerweise nur, wenn man auf schriftliche Kontoauszüge verzichtet. Auch sollte darauf geachtet werden ob beim vorliegenden Tagesgeldkonten nicht doch Kosten für bestimmte Transaktionen anfallen. Ihre Entscheidung sollten sie hingegen unabhängig von einer möglichen Eröffnungsprämie treffen, schließlich entspricht bei einem Anlagevolumen von 25.000 Euro eine Prämie im Wert von 25 Euro nur einem Zinsvorteil von 0,10 Prozent.

Einlagenpolitik als weiteres Auswahlkriterium
Bei diesem Auswahlkriterium ist zwischen Mindesteinlage und Maximaleinlage zu unterscheiden. Eine Mindesteinlage ist dabei online eher selten, während die lukrativen Zinssätze hingegen oft bis zu einer gewissen Maximaleinlage begrenzt sind (geht der Anlagebetrag über diese Grenze hinaus, fallen die Zinssätze auf bescheidenes Niveau). Sie sollten sich also vor Auswahl eines Tagesgeldkontos über die Höhe der Anlagesumme entschieden haben.

Bei dieser Vielfalt an Auswahlkriterien sollte man sich vor der Auswahl von dem passenden Tagesgeldkonto zunächst im Klaren sein, wie die eigenen Prioritäten gelagert sind.
Wägt man nun alle diese Kriterien für sich individuell gegeneinander ab, so sollte es möglich sein, das Tagesgeldkonto mit dem maximalen Nutzen zu finden. Das Tagesgeldkonto können Sie dann parallel zum Gironkonto führen und trotzdem wertvolle Zinsen einfahren.

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